“Und, wie ist Accra?” Diese SMS kam gestern aus Berlin. Ich habe lange überlegt, was ich antworten soll. Denn die Stadt ist mir immer noch ein Rätsel – und gar keine Stadt, wie man sie im Westen kennt. So gut wie keine Sehenswürdigkeiten, kein Stadtkern mit Prunkbauten, einfach Häuser und Straßen, offene Abwasserkanäle neben jeder Straße. Das alles passt aber nicht in 160 Zeichen, also schrieb ich:
Accra ist anstrengend.Stau,Smog,immer laut,hektisch,schmutzig.Die Leute aber:gelassen,wahnsinnig freundlich.Das Anti-Berlin.Überall Musik.Liebe auf den 2.Blick.
Und da Stadt und Arbeit im Moment wirklich anstrengend sind, war es Zeit für einen Ausflug ins Grüne. Am Wochenende ging es im Trotro in zwei Stunden nach Ada. Der Ort mit drei Straßen und 5.000 Einwohnern nennt sich Big Ada. Dort, wo das breite Voltadelta ins Meer fließt, führen Paul und Ines das andere ASA-Projekt in Ghana durch. Schön haben sie es dort, wo ich endlich eine kurze Pause von Accra bekam. Und, liebe Berliner, was ist der Wannsee denn bitteschön hiergegen?









