Washington, 4. November 2008
4 November 2008 von seite3

8.30 Uhr: Sie haben gewählt. Meine Nachbarinnen Wilma Pow und Francis Aimes. Die Schlange vor dem Wahlbüro 13. Straße Ecke Upshur war zwei Blocks lang. Doch als Rentnerinnen wurden die beiden vorgelassen.

9 Uhr: Wahlkampf ist nur bis zehn Meter vor dem Wahllokal erlaubt. Hier die Schlange in der Columbia Road.

15 Uhr: Regen über dem Weißen Haus und Virginia. Hilft den Republikanern, sagt man.

21.38 Uhr. Seit dreieinhalb Stunden Live-Sendung. Ich schicke diese Nachricht nach oben an die Korrespondenten auf dem Dach. Nach MSNBC meldet auch CNN: Obama gewinnt Ohio. Damit kann nur noch wenig schief gehen für den Demokraten.

23.00 Uhr: Wieder CNN. Der Sender meldet: Barack Obama gewinnt die Wahl. Bei aller journalistischen Objektivität: Jubel in der Redaktion.

1.45 Uhr: Vor dem Weißen Haus feiern Hunderte Obamas Sieg. Sie rütteln am Zaun, singen und reißen damit wohl Obamas Vorgänger George W. Bush aus dem Schlaf. Auf den Straßen Autokorsos, Fremde fallen einander um den Hals. Washington jubelt.
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