Meine Woche endete, wie sie begonnen hatte: mit Terroristen, die vor 40 Jahren gegen den Staat bombten und ueber die zuletzt wieder viel gesprochen wurde. Am Montag sprach Bill Ayers, und gestern abend lief im American Film Institute eine Ostkuesten-Premiere: “The Baader Meinhof Complex”. Stefan Aust, der vor ueber 20 Jahren den gleichnamigen Bestseller geschrieben hatte, war in der Stadt. Vor dem Film gab der deutsche Botschafter einen Empfang. Bei Schnittchen und Wein plauderte Aust dort mit den versammelten deutschen Washington-Korrespondenten. Nach dem Film beantwortete der ehemalige Spiegel-Chef Fragen des Publikums.
Was sagt einem die RAF-Geschichte heute, fragte ein Zuschauer. Aust bemuehte die Parallelen zwischen RAF und heutigem Terrorismus von Al Kaida. Die gemeinsamen Merkmale: Wie Al Kaida habe die RAF Medien und modernste Kommunikation genutzt, war international vernetzt und durch einen starken Glauben (an die Revolution, nicht an Allah) ausgezeichnet. Die RAF sei eine Avantgarde terroristischer Bewegungen gewesen. Wuerde man aus den Botschaften des Al-Kaida-Vizes Zawahiri Allah und andere Vokabeln streichen, seien die Nachrichten denen der RAF ganz aehnlich, so Aust.
Nach dem Film, bei einem zweiten Weinempfang, wurden aber auffallendere Parallelen diskutiert, jene zwischen RAF und Bill Ayers’ Terroristengruppe Weather Underground: Geboren aus dem Protest gegen den Vietnamkrieg, radikalisierte sich ein Teil der Studentenbewegung und bombte US-Militaereinrichtungen. Wo sich die beiden Bewegungen aber unterschieden, erklaerte dann Journalistik-Studentin Kat:
Und der Film an sich? Manuel und noch einmal Kat mit einer transatlantischen Kinokritik:









