Ein Ball kann im eigenen Tor landen, ein Schuss nach hinten losgehen und eine Bombe – die kann im eigenen Keller explodieren.
Daran wurde ich gestern auf einem Spaziergang durch Manhattans Greenwich Village erinnert, wo der Weather Underground erneut meinen Weg kreuzte. Worin sich Bill Ayers’ Terroristentruppe von der RAF unterschied, hatte Kat am Wochenende erklärt: Sie wollten niemand mit Absicht töten. Unabsichtlich gab es aber Tote.
Im März 1970 bastelten Mitglieder der Gruppe im Village mit Dynamit und Dachnägeln eine Bombe. Bis heute ist nicht klar, welches Regierungsgebäude sie damit angreifen wollten. Was klar ist: Die Bombe explodierte bereits im Keller, tötete drei Weathermen, darunter Bill Ayers’ damalige Freundin, und verwandelte das Haus in einen Haufen Schutt. Deswegen ragt heute auf der 11. Straße im schicken Village zwischen Fifth und Sixth Avenue aus lauter typischen Altbau-Reihenhäusern dieser Siebziger-Jahre-Bau hervor:










